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Johannes R. Becher: Dem Musiker

Verwühl dich krallend in die Tastatur!
Noch reißt du sie aus den zerstampften Böden.
O Pfeifen schwirren! Baß schrumpft. Schwelle nur!
Gezückter Schwarm wie aufgestäubter Flöten.

Schreit in Pedalen! Hackt! Brich ein. Stoß vor! Erwürgen
Nun rieselnd auf und ab in hellsten Trillerläufen.
Da glüht es leicht von rosenen Bezirken.
Tumulte ebben. Hügelzonen schweifen.

Und Menschen flügeln. Lippen. Harmonien.
Jaguare fleußen der versternten Nacht.
Melodisch Winde im Gemäuer ziehen.
Nach Gott verrenkt wir Tänzer fabelhaft.

Höll-Labyrinthe füllen Licht-Akkorde.
Blut sprießt geballt zu tönendem Enzian.
O Schädelstätten Knochenbrei! Gomorrha ...
O Himmel: Leib! Magischen Grüns ... O Glanz!!