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KölnKlavier · Themen
Literatur Inhaltsverzeichnis

Klavier

Klavier allgemein (Geschichte, Musik etc.)

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R S T U V W X/Y Z
Diverse Autoren

A

Alexejew, A.D.:
Geschichte der Klaviermusik und ihrer Interpretation. Heidenau/Saale (Mitteldeutsche Kunstanstalt) 1956 (= Studienmaterial für die künstlerischen Lehranstalten 2).

Ergänzend müßte der Titel eigentlich lauten: "... unter besondererr Berücksichtigung der marxistisch-leninistischen Weltanschauung." Der Bogen spannt sich von den Anfängen bis zu Haydn und Mozart. Beachtung verdient das Kapitel über die russische Klaviermusik des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts.

B

Bachmann, Robert C.:
Große Interpreten im Gespräch. Bern / Stuttgart (Hallwag) 1976.

Portraitiert werden die Pianisten Géza Anda, Claudio Arrau und Alexis Weissenberg; des weiteren Claudio Abbado, Herbert von Karajan, Rudolf Kempe, Erich Leinsdorf, Lorin Maazel, Yehudi Menuhin, Nathan Milstein, Sir Georg Solti, Henryk Szeryng und Pinchas Zukermann

Batel, Günther:
Meisterwerke der Klaviermusik. Ein Führer durch die Klavierliteratur von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wilhelmshaven (Noetzel) 1997.

Die vorliegende Geschichte der Klaviermusik beschreibt und erläutert detailliert 84 Komponisten und ihre wichtigsten Werke vom Beginn des 15. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

Batel, Günther:
Handbuch der Tasteninstrumente und ihrer Musik. Wilhelmshaven (Noetzel) 1986.

Bie, Oscar:
Das Klavier. Berlin (Cassirer) 1921.

Dieses Werk galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Standardwerk und hat mehrere Dutzend Auflagen erlebt.

Blaukopf, Kurt:
Große Virtuosen. Teufen (A. Niggli) o.J. (= Bücher der Weltmusik 6)

Blaukopf versucht im ersten Teil eine kurze Soziologie des Virtuosentums in Geschichte und Gegenwart. Im zweiten Teil portraitiert er unter anderem die Pianisten Wilhelm Backhaus, Alfred Cortot, Jörg Demus, Edwin Fischer, Walter Gieseking, Friedrich Gulda, Vladimir Horowitz und Wilhelm Kempff

Börner, Klaus:
Handbuch der Klavierliteratur zu vier Händen an einem Instrument. Zürich (Atlantis) 2005.

Schier unermesslich ist die Literatur für Klavier zu vier Händen. Die ersten Stücke entstanden bereits im Frühbarock, und der Bogen spannt sich über Diabelli, Mozart, Beethoven, Brahms und Schubert bis hin zu Strawinsky und Ligeti. Dieses Handbuch schließt eine Lücke, denn bisher gab es – abgesehen von kleineren Aufsätzen – nur ältere Gesamtdarstellungen des Themas. Alle wichtigen Kompositionen und Komponisten werden ausführlich besprochen und kommentiert. – Aus dem Inhalt: Klavierschulen – Anleitung zur Improvisation – Methodische und historische Schriften – Technische Studienwerke / Etüden – Anthologien ...

Bontinck, Irmgard:
Das Klavier in Geschichte(n) und Gegenwart. Straßhof (Vier-Viertel-Verlag) 2001.

Brendel, Alfred:

Siehe Essays, Gedichte, Anthologien

Brendel, Alfred:
Nachdenken über Musik. München (Piper) 1982.

Gedanklich und sprachlich brillante Essays über (fast) alles, womit ein Pianist sich künstlerisch auseinandersetzen sollte.

Brendel, Alfred:
Musik beim Wort genommen. München (Piper) 1992.

Fortsetzung der Essaysammlung "Nachdenken über Musik".

Brendel, Alfred:
Über Musik. Sämtliche Essays und Reden. München (Piper) 2005.

Pünktlich zu Brendels 70. Geburtstag ist die vorliegende Ausgabe erschienen, in der die beiden Essaysammlungen von 1982 und 1992 zusammengefaßt sind. Brendel hat die älteren Aufsätze zum Teil redigiert, sprachlich pointiert und inhaltlich erweitert. Zudem finden sich hier zahlreiche Texte, die bislang nur in Zeitungen, Zeitschriften oder als CD-Booklet veröffentlicht waren.

Briggs, Gilbert A.:
Pianists, pianos and sonics. Bradford/Somerset (Wharfedale Wireless Works) 1951.

Brook, Donald:
Masters of the keyboard. Biography, index, reprint, series. Plainview (Books for Libraries Press) 1947.

Brower, Harriette:
Piano Mastery. The Harriette Brower Interviews. New York (Frederick A. Stokes) 1915/1917. Reprint [Auswahl]: New York (Dover) 2006.

Interviews mit Ignacy Jan Paderewski, Josef Hofmann, Leopold Godowsky und Walter Gieseking.

C

Caldwell, John:
English Keyboard Music Before the Nineteenth Century. New York (Dover) 19__.

Carhart, T.E.:
Ein Klavier in Paris. Eine ungewöhnliche Freundschaft. Berlin (Kindler) 2002.

"Wie viele Traumklaviere kann ein Mensch besitzen?" – Als autobiographisch angehauchter Roman gehört dieses Buch eher in den Bereich Belletristik. Da es aber auschließlich eine Liebeserklärung an das Klavier, das Klavierspiel und den Klavierbau ist, mag es hier seinen Platz finden. Auf der Suche nach einem Klavier knüpft der Autor ("notre americain") Kontakt zu dem Klavierbauer Luc, der mit gebrauchten Instrumenten handelt. Er lernt den häufig betrunkenen und entsprechend unberechenbaren Stimmer Jos kennen, und ein ganzes Arsenal verschrobener Individuen, wie sie nur am linken Ufer der Seine beheimatet sind. Mit sprachlichem Einfühlungsvermögen blickt Carhart hinter die Kulissen. Und ganz nebenbei erfährt der Leser Wissenswertes über das Innenleben des Instruments und die (nicht nur klanglichen) Eigenarten der verschiedenen Instrumente.

Chapin, Victor:
Giants of the keyboard. Philadelphia (Lippincott) 1967.

Chapin, Miles:
88 Keys. The Making of a Steinway Piano. (Clarkson N.Potter Publ.) 1998.

Chapin ist ein Ururenkel des Firmengründers Henry Engelhard Steinway. Sein Blick auf die Firmengeschichte ist denn auch durch familiäre Scheuklappen ein wenig eingeschränkt. Die Monographie von Richard K. Lieberman und der Bildband von Ronald V. Ratcliffe sind in jeder Hinsicht aufschlußreicher.

Cole, Michael (Hrsg.):
The Pianoforte in the Classical Era. (Clarendon Press) 1998.

Cooke, James Francis:
Great Pianists on Piano Playing: Godowsky, Hofmann, Lhévinne, Paderewski and 24 Other Legendary Performers. New York (Dover) 1999. (Nachdruck der Orig.-Ausg. 1917).

Interviews und Vorträge u.a. von Wilhelm Backhaus, Harold Bauer, Fanny Bloomfield-Zeisler, Ferruccio Busoni, Teresa Carreno, Ossip Gabrilowitsch, Leopold Godowsky, Josef Hofmann, Josef Lhévinne, Vladimier de Pachmann, Max Pauer, Sergej Rachmaninoff, Alfred Reisenauer, Emil von Sauer, Xaver Scharwenka, Ignacy Jan Paderewski, Rudolf Ganz, Olga Samaroff und Percy Grainger

Cooper, Peter:
Style in Piano Playing. London (Calder) 1975.

Cortot, Alfred:
Französische Klaviermusik. Wiesbaden (Limes) 1956.

Über Klaviermusik von Claude Debussy, César Franck, Gabriel Fauré, Emmanuel Chabrier, Paul Dukas.

Crombie, David:
Piano. Entwicklung, Design, Musiker. London (Balafon) 1995.

Das Buch ist nach meinen Recherchen nur im Modernen Antiquariat erhältlich. Es enthält zahlreiche Abbildungen von historischen Instrumenten, Klavier-Kuriositäten und mechanischen Details. Die dazugehörigen Texte haben leider nicht immer die Qualität des Bildmaterials.

D

Dubal, David:
The art of the piano. Its performers, literature and recordings. Pompton Plains NJ (Amadeus Press) 3/2004.

Ein umfassendes Lexikon über Klavierkomponisten und -interpreten mit beigefügter CD seltener historischer Aufnahmen.

Dubal, David:
Reflections from the keyboard. The world of the concert pianist. New York (Simon & Schuster) 1986.

Claudio Arrau, Vladimir Ashkenazy, Emanuel Ax, Paul Badura-Skoda, David Bar-Illan, Lazar Berman, Stephen Bishop-Kovacevich, Jorge Bolet, Alfred Brendel, Yefim Bronfman, John Browning, Shura Cherkassky, Van Cliburn, Bella Davidovich, Alicia de Larrocha, Misha Dichter, Philippe Entremont, Leon Firkusny, Leon Fleisher, Richard Goode, Glenn Gould, Gary Graffman, Horacio Gutierrez, Vladimir Horowitz, Eugene Istomin, Byron Janis, Grant Johannesen, Gunnar Johansen, Joseph Kalichstein, Evgeny Kissin, Ruth Laredo, Garrick Ohlsson, Murray Perahia, Ivo Pogorelich, Charles Rosen, György Sandor, Andras Schiff, Peter Serkin, Rosalyn Tureck, Tamas Vasary, Andre Watts, Alexis Weissenberg, Earl Wild.

E

Edler, Arnfried:
Gattungen der Musik für Tasteninstrumente. 2 Bde. Laaber (Laaber-Verlag) 1997 ff.

  1. Von den Anfängen bis 1750.
  2. Von 1750 bis 1830 (noch nicht erschienen).
  3. Von 1830 bis zur Gegenwart.

Bd. 7 aus der 15-bändigen musikwissenschaftlichen Reihe "Handbuch der musikalischen Gattungen". Fundiert und detailliert geschrieben, aber nicht immer leicht zu lesen.

Ehrlich, Cyril:
The Piano. A History. Oxford (OUP) 1990.

Eine Musik- und Sozialgeschichte des Klaviers von Mozarts Zeiten bis zur Gegenwart.

Elder, Dean:
Pianists at play – interviews, master lessons, and technical regimes. New York (Kahn & Averill) 1989.

F

Fay, Amy:
Musikstudien in Deutschland. Aus Briefen in die Heimath (Berlin 1882). Reprint: Regensburg (ConBrio) 1996. (= ConBrio Reprint 3).

Die Pianistin Amy Fay reiste 1869 nach Deutschland, um Klavierunterricht bei Franz Liszt zu nehmen. Ihre Briefe sind eine aufschlußreiche Quelle für das Klavierspiel und das Konzertleben der damaligen Zeit.

Fontana, Eszter:
Namhafte Pianisten im Aufnahmesalon Hupfeld. NN (Stekovics) 2001.

Friskin, James / Freundlich, Irwin:
Music for the Piano. A Handbook of Concert and Teaching Material from 1580 to 1952. New York (Dover) 1973.

Fydrich, Gudrun:
Fantasien für Klavier nach 1800. Diss. Univ. Frankfurt/Main 1990.

G

Gavoty, Bernard:
Zwanzig große Interpreten. Lausanne (Rencontre) 1966.

Was in Deutschland Joachim Kaiser, ist den Franzosen Bernard Gavoty: der Kritikerpapst schlechthin. Die folgenden Pianisten haben Gnade in Gavotys Augen gefunden: Arturo Benedetti-Michelangeli, Alfred Cortot, György Cziffra, Walter Gieseking, Wilhlem Kempff, Wanda Landowska, Swjatoslaw Richter und Arthur Rubinstein.

Georgii, Walter:
Klaviermusik. Geschichte der Klaviermusik zu zwei und vier Händen von den Anfängen bis zur Gegenwart. Zürich (Atlantis) 1984.

Gill, Dominic (Hrsg.):
Das Große Buch vom Klavier. Freiburg (Herder) 1983.

Ein opulentes Text- und Bilderbuch für den Klavierliebhaber, das kaum Wünsche offen läßt. (Mittlerweile nur noch antiquarisch erhältlich.)

Gillespie, John:
Five Centuries of Keyboard Music. An Historical Survey of Music for Harpsichord and Piano. New York (Dover) 1972.

Gordon, Steward:
A History of Keyboard Literature. Music for the Piano and Its Forerunners. (Wadsworth Publ.) 1996.

Grab, Waldemar:
Der Mann am Piano. Leitfaden für Tasten-Profis. Gagen, Repertoire, Personality, Verträge, Management. Bergkirchen (Presse Projekt Verlag) 1997.

Wer seine ersten Gehversuche als konzertierender Künstler unternimmt, findet hier manche praktischen und nützlichen Tips für das Geschäftliche.

Gradenwitz, Peter:
Kleine Kulturgeschichte der Klaviermusik. München (List) 1986.

H

Haacke, Walter:
Am Klavier. Werke europäischer Maler aus sechs Jahrhunderten. Königstein/Taunus (K.R. Langewiesche) 1968 (= Die blauen Bücher.

Recht umfangreiche Bildersammlung von klavierspielenden Damen und Herren. Die Farbreproduktionen lassen zu wünschen übrig, aber dafür finden sich zahlreiche Abbildungen, die man anderswo vergeblich sucht.

Hildebrandt, Dieter:
Das Pianoforte oder der Krieg im Saal. München (Hanser) 1986.

Hildebrandt beschreibt fundiert, aber höchst anschaulich und unterhaltsam, wie das Klavier im 19. Jahrhundert Europa eroberte und von kühnen Pionieren sogar bis in den Wilden Westen gebracht wurde.

Hildebrandt, Dieter:
Piano, piano. Der Roman des Klaviers im 20. Jahrhundert. München (Hanser) 2000.

Fortsetzung des "Kriegs im Saal" mit anderen Mitteln: Ferruccio Busoni und Arnold Schönberg führen einen erbitterten Briefwechsel über die ideale Notenverteilung in Schönbergs opus 11. Conlon Nancarrow verbannt den Interpreten vom Instrument und ersetzt ihn durch ein mechanisches Walzenklavier. Und John Cage rückt dem Instrument gleich mit dem Werkzeugkasten zu Leibe und lotet die Grenzen der Tonalität mit Schrauben und Muttern zwischen den Saiten aus.

Hollfelder, Peter:
Die Klaviermusik. Das große Standardwerk. Hamburg (Nikol) 1999.

Aufgelistet werden lt. Verlagsangabe über 100.000 Einzelwerke von fast 5.000 Komponisten. (Wer will schon solche Zahlen nachprüfen?) Aber selbst bei 1.000 Seiten bleibt für den einzelnen Komponisten und das einzelne Werk wenig Raum. Hollfelder gibt zu jedem Namen knappe biographische Stichworte und eine Literaturliste, die bei dem Umfang zwangsläufig kursorisch bleiben muß. Werkspezifische Überlegungen finden sich nur bei den "Großmeistern". Der Nutzwert ist also gering, zumal sich bei den meisten Komponisten die Frage stellt, wie man an Aufführungsmaterial kommt.

Humphries, Carl:
Das Klavier. Handbuch. Bonn (Voggenreiter) 2005.

Auf knapp dreihundert Seiten werden folgende Themen behandelt:

Das Ganze ist als Klavierlehrgang gestaltet mit Übungsbeispielen, beginnend mit einem Air von Henry Purcell bis hin zu Debussys Petit nègre und Schönbergs Kleinen Klavierstücken op. 19. Des weiteren gibt es ein (!) Kapitel über Jazz, lateinamerikanische Musik und Verwandtes. Die Hinweise zu Technik und Interpretation sind fundiert. Fragwürdig ist nur, daß dem Leser suggeriert wird, die Grundlagen des Klavierspielens ließen sich im Schnelldurchgang und Selbststudium erlernen.

I/J

 

K

Kaiser, Joachim:
Große Pianisten in unserer Zeit. München (Piper) 1978.

Mit diesem Buch, das mittlerweile in zahlreichen Neuauflagen vorliegt, hat Joachim Kaiser seinen Ruf als "pianisten-Papst" begründet. Unter den Tasten-Virtuosen ist es auch als "Klavier-Michelin" bekannt. Denn wer Gnade in Kaisers Ohren gefunden hat, dem stehen (zumindest die deutschen) Konzertsäle offen.

Kammertöns, Christoph; Mauser, Siegfried (Hrsgg.):
Lexikon des Klaviers. Baugeschichte, Spielpraxis, Komponisten und ihre Werke, Interpreten. Laaber (Laaber) 2006.

844 Stichwörter auf 805 Seiten – - vergleicht man das vorliegende Lexikon mit der Garland-Encyclopedia of the Piano, stößt man schnell auf Desiderata. So fehlen z.B. so renommierte Klavierbauer wie Fazioli und Pfeiffer. (Die Liste wird verlängert.)

Kentner, Louis:
Das Klavier. Yehudi Menuhins Musikführer. Frankfurt/Main (Fischer) 1982. (= Fischer-TB 2975).

Kochsiek, Ernst C.:
Konzertstimmungen. Intervall- und Klangbeispiele für den Konzertflügel. Frankfurt/Main (Bochinsky) 2002.

Wer im Hinblick auf das Klavierstimmen den Dingen auf den Grund gehen möchte, findet in Ernst C. Kochsieks Erfahrungsbericht eine Fülle von Informationen. Wie verläuft ein Lebensweg vom Klavierbaulehrling im Berlin der Nachkriegszeit zum weithin bekannten Konzertstimmer, der für praktisch alle Weltklassepianisten unserer Zeit gearbeitet hat? Wie muß man stimmen, um den hohen Ansprüchen im Konzertsaal und im Tonstudio gerecht zu werden? Schon oft wurde versucht, die Theorie und Technik des Stimmens auf dem Papier abzuhandeln, und immer wieder zeigte es sich, daß man das Stimmen letzten Endes doch nur durch Stimmen erlernen kann. In seinem Buch läßt Ernst Kochsiek die Leser teilhaben an zahlreichen Erfahrungen und Begegnungen in seinem Leben und gibt einen lebendigen Einblick in seine Arbeitsweise. (Klappentext)

Kunz, Johannes (Hrsg.):
Bösendorfer – eine lebende Legende. Wien (Molden) 2002.

L

Lenz, Wilhelm von:
Die großen Pianoforte-Virtuosen unserer Zeit aus persönlicher Bekanntschaft. Liszt – Chopin – Tausig – Henselt. Berlin (Behr's Buchh.) 1872. Reprint: Düsseldorf (Staccato-Verlag) 2000.

Lieberman, Richard K.:
Steinway & Sons. Eine Familiengeschichte um Macht und Musik. München (Kindler) 1996.

Eine nicht unbedingt schmeichelhafte Chronik des Hauses Steinway – was der Qualität der Instrumente keinen Abbruch tut, wohl aber ein bezeichnendes Licht auf das Geschäftsgebaren der gesamten Branche wirft.

Loesser, Arthur:
Men, Women and Pianos. A Social History (1954). New York (Dover) 1990.

Eine detaillierte und umfassende Sozial- und Kulturgeschichte des Klaviers, die auch vor abseitigen, skurrilen Themen nicht haltmacht. So gibt es u.a. ein Kapitel über die Rolle des Klaviers in den Romanen von Jane Austen und Beschreibungen der mechanischen Folterinstrumente, mit denen Klavierpädagogen im 19. Jahrhundert die Virtuosität ihrer Schüler steigern wollten.

Lorenz, Paul:
Große Pianisten dreier Jahrhunderte. Wien (Bergland Verlag) 1979.

M

Mach, Elyse:
Great contemporary pianists speak for themselves. 2 Bde. New York (Dodd, Mead & Comp.) 1980. Reprint: New York (Dover) 1991.

Sammlung von 25 Interviews mit weltbekannten Pianisten

Marcus, Adèle:
Great pianists speak with Adèle Marcus. Neptune (Paganiniana Publ.) 1980.

Interviews mit Gina Bachauer, Karl Ulrich Schnabel, Jorge Bolet, Rudolf Firkusny, Alicia de Larrocha, Garick Ohlsson, John Browning

Margulis, Vitaly:
Bagatellen op. 9. Freiburg (Rombach) 2003.

Als Pianist und Klavierpädagoge hat Margulis sich schon lange einen Namen gemacht. Mit seinen 286 (!) Aphorismen beweist er, daß er auch ein Meister der Feder und der pointierten Sprache ist. Für jeden ist mindestens eine Sentenz dabei: für den angehenden Pianisten ebenso wie für den Hochleistungsvirtuosen, für Wettbewerbsteilnehmer und -juroren, mitunter bissig, aber doch immer auf eine gewisse Weise liebenswürdig.

May, Friedrich W.:
Piano-forte – literarische und graphische Aspekte des Klaviers im 20. Jahrhundert. Katalog zur Ausstellung in der Universitätsbibliothek Düsseldorf, 1.4.-12.6.1993. Düsseldorf 1993.

Mayrath, Jane:
Pianist's Guide to Standard Teaching and Performance Literature. (Alfred Publ.) 1995.

Mohr, Franz:
Große Pianisten, wie sie keiner kennt. Basel (Brunnen) 1993.

Mohr, Franz; Rink, Beat:
Große Maestros, hinter der Bühne erlebt. Basel (Brunnen) 1996.

Molsen, Uli: Die Geschichte des Klavierspiels in historischen Zitaten von den Anfängen des Hammerklaviers bis Brahms. Balingen (Molsen) 1983.

Aus zahlreichen musiktheoretischen Traktaten, aus Instrumentallehrbüchern des 18. und 19. Jahrhunderts, aus Briefen und sonstigen Dokumenten hat Molsen die Passagen zusammengetragen, die für einen Pianisten von Interesse sind: Fragen zur Aufführungspraxis, zu Verzierungen, zum Tempo etc.

Montparker, Carol:
A pianist's landscape. Portland, Oregon (Amadeus Press) 1998.

Zahlreiche Essays über Klavierspiel als Liebhaberei, über Professionalität und Studium.

N

Niemann, Walter:
Das Klavierbuch. Geschichte der Klaviermusik und ihrer Meister bis zur Gegenwart. Mit Übersicht über den Klavierbau und die Klavierliteratur. Leipzig (Kahnt) o.J.

Dieses Werk galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Standardwerk und hat mehrere Dutzend Auflagen erlebt.

Niemann, Walter:
Meister des Klaviers. Die Pianisten der Gegenwart und und der letzten Vergangenheit. Berlin (Schuster & Löffler). o.J.

Ergebnis 20jähriger Besuche von Leipziger Klavierabenden.

Noyle, Linda J.:
Pianists on playing. Interviews with twelve concert pianists. Metuchen (N.Y.) (Scarecrow Press) 1987.

Interviews mit Vladimir Ashkenazy, Jorge Bolet, John Browning, Bella Davidovich, Misha Dichter, Janina Fialkowska, Rudolf Firkusny, Leon Fleisher, André-Michel Schub, Abbey Simon, Ralph Votapek und André Watts

O

Oehlmann, Werner (Hrsg.):
Reclams Klaviermusikführer. Stuttgart (Reclam) 1994 ff.

  1. Frühzeit, Barock und Klassik.
  2. Von Franz Schubert bis zur Gegenwart.

P

Palmieri, Robert & Margaret W. (Hrsgg.):
Encyclopedia of the Piano. (Garland) 1996. (= Garland Reference Library of the Humanities 1131).

Paperno, Dmitry:
Notes of a Moscow Pianist. Portland/Oregon (Amadeus Press) 1998.

Parakilas, James & Adams, Noah (Hrsgg.):
Piano Roles. Three Hundred Years of Life with the Piano. (Yale Univ. Press) 2000.

Geschichte des Klaviers. Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert.

Partituren. Das Magazin für klassische Musik:
Die Welt der Flügel. Berlin (Friedrich) März/April 2006.

Interviews und Beiträge über Klavierbau, Geschichte und Interpretation – Pierre-Laurent Aimard, Charles-Valentin Alkan, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Muzio Clementi, Carl Czerny, Fazioli, Glenn Gould, Marc-André Hamelin, Gabriela Montero, Maurizio Pollini, Artur Schnabel, Andreas Staier, Steinway, Paul Wittgenstein, Christian Zacharias.

Patterson, Donald L.:
One Handed. A Guide to Piano Music for One Hand. (Greenwood Publ.) 1998 (= Music Reference Collection 80).

Pincherle, Marc:
Virtuosen – ihre Welt und ihr Schicksal. München (Heimeran) 1964.

Pincherle beschäftigt sich vorwiegend mit den Geigenvirtuosen. Bemerkenswert ist, das ausgerechnet Wanda Landowska die Zunft der klavierspielenden Virtuosen vertritt.

Pinksterboer, Hugo:
Pocket-Info – Klavier und Flügel. Basiswissen, Praxistipps, Mini-Lexikon. Mainz (Schott) 2001.

Ein einfaches, eingängiges und gründliches Handbuch für Anfänger und Fortgeschrittene. Mit praktischem Mini-Lexikon für Pianisten sowie vielen Tips für den Kauf oder das Mieten eines Klaviers oder Flügels. Außerdem: Informationen über Wartung und Pflege, über Klavierstimmer und warum sie so wichtig sind, über Stummschaltung und mechanische Klaviere, über die Familie und die Geschichte des Instruments und über die Marken. Damit du weißt, was du hast und was es gibt. Und damit du das Beste aus deinem Instrument herausholen kannst. Basisbuch und Nachschlagewerk, mit nichts, was du nicht wissen willst. (Klappentext – entsprechend mit Vorbehalt zu genießen.)

Pistone, Danièle:
Le piano dans la littérature française des origines jusqua'en 1900. (Diss. Univ. Paris 1973). Lille (Atelier Reprod. des Thèses) 1975.

Pollens, Stewart:
The early pianoforte. Cambridge (Cambridge Univ. Press) 1995.

Puchelt, Gerhard:
Variationen für Klavier im 19. Jahrhundert. Blüte und Verfall einer Kunstform. Hildesheim (Olms) 1973.

Q

R

Range, Hanspeter:
Die Konzertpianisten der Gegenwart. Ein Musikliebhaber berichtet über Konzertmilieu und 150 Klaviervirtuosen. Lahr (Moritz Schauenburg) 1964.

Rapin, Eugène:
Histoire du piano et des pianistes. Bologna (Forni) 1969.

Restle, Konstantin (Hrsg.):
Faszination Klavier. 300 Jahre Pianofortebau in Deutschland. München (Prestel) 2000.

Beiträge über Klavierbau, über das Klavier als Spiegel der Musikkultur und über den Traum vom beseelten Automaten (wie er in manchen Pianistenpersönlichkeiten erschreckende Wirklichkeit zu werden scheint). Dazu eine Sammlung von Daten und Fakten zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Dimension des Klavierspielens. Ein vor allem wegen seiner Bilder opulentes Buch.

Rimm, Robert:
Composer Pianists. Hamelin and the Eight. (Amadeus Press) 2002.

Notizen und Analysen zu Alkan, Busoni, Feinberg, Godowsky, Medtner und Rachmaninov.

Rosen, Charles:
Piano Notes. The World of the Pianist. (Free Press) 2002.

Charles Rosen ist das amerikanische Pendant zu Alfred Brendel: Ein Pianist, der auch etwas zu sagen hat. Seine Monographien über die Musik der Wiener Klassik und die deutsche Romantik zählen mittlerweile zur Standardliteratur der Musikgeschichtsschreibung. Die hier vorliegenden Essays handeln von "Körper und Geist" beim Klavierspiel, von Fingersätzen, vom Klang des Instruments und seinen Unzulänglichkeiten. Rosen macht kritische Anmerkungen zum Konservatoriums- und Konzertbetrieb, er berichtet von seinen Erfahrungen im Aufnahmestudio und reflektiert über Kompositonsstil und Interpretationsansätze. – Ein Band, der es verdienen würde, ins Deutsche übersetzt zu werden.

Rowland, David:
The Cambridge Companion to the Piano. Cambridge (Cambridge Univ. Press) 1998.

Einführung in die Geschichte des Klaviers. Auf 266 Seiten werden u.a. behandelt: die Entwicklung des Klavierbaus von den Anfängen bis zur Gegenwart, Aufführungspraxis und Repertoire, das soziale und stilistische Umfeld. Ein abschließendes Kapitel beschäftigt sich mit den Phänomenen Jazz, Blues und Ragtime.

Rueger, Christoph (Hrsg.):
Harenberg Klaviermusikführer. Dortmund (Harenberg) 1998.

Leicht verständlicher, aber leider auch recht oberflächlicher Führer durch die Klaviermusik vom Barock bis zur Gegenwart. Beschrieben werden ca. 600 Werke. Über die dazugehörigen CD-Tips kann man geteilter Meinung sein.

S

Sabin, Stefana:
Frauen am Klavier. Skizze einer Kulturgeschichte. Frankfurt/Main (Insel) 1998. (= Insel TB 1988).

Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts galt das Klavier als das Instrument, das dem "weiblichen Geschlechtscharakter" am besten entspricht - die Frauenkleidung eigne sich besonders für die Spielbewegungen am Klavier, ohne durch Ungehörigkeit bestimmter Haltungen beim Musizieren das "Gefühl des Unschicklichen" hervorzurufen. Daß das Klavier so sehr ein Fraueninstrument wurde, hat aber auch damit zu tun, daß es wie kein anderes Instrument sich selbst genügt. Die essayistische Darstellung von Stefana Sabin beschreibt darüber hinaus den individuelle Entwicklungsgang der Frau am Klavier.

Schleuning, Peter:
Die freie Fantasie. Ein Beitrag zur Erforschung der klassischen Klaviermusik. Diss. Univ. Freiburg/Breisgau 1970. Göppingen (Kümmerle) 1973. (= Göppinger akademische Beiträge 76).

Schonberg, Harold:
Die großen Pianisten. Eine Geschichte des Klaviers und der berühmtesten Interpreten von den Anfängen bis zur Gegenwart. Bern (Scherz) o.J.

Eines der spannendsten Bücher über die Geschichte der pianistischen Interpretation. Die deutsche Ausgabe ist leider seit Jahren vergriffen und nur noch antiquarisch erhältlich.

Siepmann, Jeremy:
The Piano. The complete illustrated guide to the world's most popular musical instrument. (Carlton Books) 1996.

Siepmanns Klavierbuch ist mittlerweile bei verschiedenen amerikanischen Verlagen erhältlich, mal als Paperback, mal als Hardcover oder mit beiliegender CD. Ein Kritiker beschrieb es einmal als "Coffeetable Book", das man sich zum Durchblättern im Wartezimmer wünscht, dessen Anschaffung sich aber nicht lohnt. Ganz so hart möchte ich nicht urteilen, aber in der Tat: Der Text plätschert an der Oberfläche und auch die Illustrationen wirken einfallslos zusammengesucht.

Siepmann, Jeremy:
The Piano. New York (Alfred A. Knopf)) 1997. (= Everyman's Library – EMI Classics Music Companion).

Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Titel von 1996 (siehe oben)! Das Format ist um einiges handlicher und der Inhalt wesentlich fundierter. Beigefügt sind dem Band drei CDs mit Klavieraufnahmen aus dem Hause EMI Classics.

Speer, Florian:
Ibach und die Anderen. Rheinisch-Bergischer Klavierbau im 19. Jahrhundert. Wuppertal (Ph.C.W. Schmidt Verlag) 2002. (= Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde des Wuppertals Bd. 39)

Speer beschreibt den Weg des Klavierbau-Unternehmens Ibach über die ersten einhundert Jahre, vom Ende des 18. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen vornehmlich wirtschafts- und kulturgeschichtliche Aspekte, so z.B. die technische Entwicklung des Produkts, Finanzierungsfragen, Absatzprobleme und Export, Situation der Arbeitnehmerschaft, Rohstoffbeschaffung, Ausstellungswesen, den Beginn der ersten Hersteller-Organisationen sowie das künstlerische Instrumentendesign. Besondere Beachtung verdienen auch die Kontakte zwischen der Klavierbauerfamilie und einzelnen Komponisten und Pianisten, wie beispielsweise Liszt oder Wagner. In einem zweiten Teil werden zahlreiche Konkurrenten im rheinisch-bergischen Raum vorgestellt, darunter auch in den Städten Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf, Koblenz und Wesel.

Speer, Florian:
Rud. Ibach Sohn – Weltälteste Klaviermanufaktur. Erfurt (Sutton-Verlag) 2006.

Steegmann, Monica & Rieger, Eva (Hrsgg.):
Frauen mit Flügel. Lebensberichte berühmter Pianistinnen von Clara Schumann bis Clara Haskil. Frankfurt/Main (Insel) 1996. (= Insel-TB 1714).

Tagebucheintragungen, Briefe und Autobiographien berichten über die Karrieren von acht großen Musikerinnen: Clara Schumann, Amy Fay, Mathilde Verne, Adelina de Lara, Clara Haskil, Lili Kraus, Rosalyn Tureck und Moura Lympany. Mutig, beharrlich und tatkräftig stellen sie sich ihrem bewegten Leben. Den wenigsten von ihnen war bewußt, daß sie die Konventionen verletzten, sobald sie auf dem Klavierstuhl Platz nahmen.

[Steinway & Sons] (Hg.):
Happy Birthday H.E. 200 Years H.E. Steinway. Hamburg 1997 (= Lyra, The Music Magazine Heft 1,1997).

Stuppner, Hubert:
Mephisto Walzer oder Der Tanz der Klaviere. Zehn transzendentale Etüden für das Klavier. Regensburg (ConBrio) 1995.

Stuppner, langjähriger Juror bei zahlreichen internationalen Klavierwettbewerben, berichtet von seinen Erfahrungen und den Machenschaften hinter verschlossenen Türen, die für angehende Wettbewerbsteilnehmer hilfreich, für die Veranstalter aber nicht immer schmeichelhaft sind.

T

Timbrell, Charles:
French Pianism. A Historical Perspective. Portland/Oregon (Amadeus Press) 2003.

Turner, Barrie Carson:
Das Klavier. Das Instrument, seine Geschichte, die Komponisten und die großen Virtuosen. Hamburg (Carlsen) 1996.

U

 

V

Villanis, Luigi Alberto:
L'arte del pianoforte in Italia. Da Clementi a Sgambati. Bologna (Forni) 1969.

W

Whiteside, Abby:
Abby Whiteside on Piano Playing. Indispensables of Piano Playing and Mastering the Chopin Etudes and Other Essays. Portland/Oregon (Amadeus Press) 2003.

Wolters, Klaus:
Handbuch der Klavierliteratur. Klaviermusik zu zwei Händen. Zürich (Atlantis) 1994.

Ein umfangreiches und ausführliches Nachschlagewerk für den Pianisten, den Klavierpädagogen und nicht zuletzt für den Klavierliebhaber. Die Einteilung in 15 Schwierigkeitsstufen bietet Entscheidungshilfen für die Werkauswahl. Leider sind die Besprechungen von Klavierschulen, Etüden oder moderner Unterstufenliteratur nicht mehr auf dem neuesten Stand, wie auch die zeitgenössische Klaviermusik nur peripher abgehandelt wird.

Wolters, Klaus:
Das Klavier. Eine Einführung in Geschichte und Bau des Instruments und in die Geschichte des Klavierspiels. Mainz (Schott) 1996. (= Unsere Musikinstrumente 2; Schott ED 8872).

X/Y

Young, Percy M.:
Keyboard musicians of the world. New York (Abelard-Schumann) 1967.

Diverse Autoren

Piano. New York (Norton) 1988. (= The New Grove Dictionary of Musical Instruments).

Grundlage dieses Buches bildet der Klavier-Artikel aus dem Grove-Musiklexikon (6. Aufl.). Entsprechend präzise und ohne sprachliche Schnörkel werden die einzelnen Kapitel abgehandelt: Funktionsweise und Instrumentenentwicklung, Kompositions- und Interpretationsgeschichte. Die einzelnen Abschnitte sind von kompetenten Autoren verfaßt, u.a. dem amerikanischen "Klavierpapst" Harold C. Schonberg und dem Spezialisten für historische Instrumente Derek Adlam.