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"Brich mein Herz, zerfließ in Tränen"

Deutsche Passionsmusiken aus dem 17. und 18. Jahrhundert

Dieser Beitrag ist entstanden als Sendemanuskript
für den Deutschlandfunk, Köln
(Sendung: 17.3.1989 – Musikalische Akzente)

Musik-Nr.: 01
Komponist: Leonhard Lechner
Werk-Titel: Johannes-Passion (Nürnberg 1594)
Auswahl: Gefangennahme Jesu
ab: "Das Leiden unsers Herrn Jesu Christi ..."
bis: "... mit Fackeln, Lampen und und mit Waffen"
<Track 1.> 1:57
Interpreten: Augsburger Domsingknaben
Ltg.: Reinhard Kammler
Label: EMI (LC 8586)
CDC 7 47936 2
<Track 1.> Gesamt-Zeit: 1:57
Archiv-Nummer: ____
Technik: MUSIK ausblenden bis 01:57

Johann Bugenhagen, ein Freund Martin Luthers und Vorkämpfer der Reformation in Norddeutschland, in seiner "Hamburgischen Kirchenordnung" von 1529:

Die Fastenzeit, Palmtage und Marterwochen behalten wir bey. Aber nicht, daß wir jemand zu fasten zwingen, und auch nicht also, daß man das Hungertuch ausbreite, mit Palmwedel werfe, Bilder bedecke und was des päpstlich' Gaukelwerk mehr ist als da sey: acht Stunden am Karfreytag an der passion zu predigen haben oder vier Passionen zu singn. Auf den Karfreitag des Morgens um sieben Uhr, wenn die Schüler ihre Psalmen gesungen und Lektionen gelesen haben und dazu ein deutscher Psalm gesungen ist von der Gemeinde, so soll ein Predikant die Passion des Herrn lesen - deutsch von Anfang zu Ende. Er soll aber lesen den Text fein klar, bescheidentlich und verständig und mag wohl anheben mit dem Titel: "Dies ist die Passion oder das Leiden unseres Herrn Jesu Christi, als die vier Evangelien das haben beschrieben."

Was Johann Bugenhagen hier fordert – die Passionsgeschichte "fein klar" und für jedermann verständlich vorzutragen –, diese Forderung traf in gewisser Weise auch für die musikalische Ausführung der Passionen zu. Für einen protestantischen Komponisten damals keine leichte Aufgabe: Zwar sollte die Musik einerseits kunstfertig und dem Ernst des Textes angemessen sein, aber der musikalische Schmuck durfte nicht soweit getrieben werden, daß der eigentliche Inhalt darüber verloren ging. Allerdings: von solchen musikalisch reformatorischen Versuchen ist im 16. und frühen 17. Jahrhundert so gut wie nichts überliefert, und es scheint, daß auch die protestantischen Komponisten sich lieber an den stilistischen Vorgaben der damals verbreiteten römisch-päpstlichen Vokalpolyphonie orientiert haben.

Mit der Textverständlichkeit war es bei diesen mehrstimmig durchkomponierten Passionsvertonungen allerdings nicht weit her, wie der Ausschnitt aus Leonhard Lechners Johannes-Passion zu beginn der Sendung gezeigt haben dürfte. Und da nirgends zwischen solistischen Funktionen und chorischen Partien unterschieden wird, läßt sich auch die dramatische Zuspitzung des Passions-Geschehens nur schwer nachvollziehen. Dennoch gelang es Lechner, im Rahmen des polyphonen Vokalsatzes den Charakter der Personen – und vor allem der verschiedenen Personengruppen – einzufangen: die wankelmütigen Jünger auf der einen Seite, daneben der tobende Haufen der der Juden, der schwächliche Pilatus oder die tückischen Kriegsknechte.

Mit Lechners Johannes-Passion von 1594 hatte die Gattung der polyphonen Motetten-Passion einen Höhepunkt, aber gleichzeitig auch das Ende ihrer Entwicklung erreicht. – Nur der böhmische Komponist Christoph Demantius griff 1633, also 40 Jahre später, das Prinzip der mehrstimmmig durchkomponierten Passion noch einmal auf. Allerdings denkt Demantius stärker in homophonen, akkordischen Blöcken. Die dramatische Spannung entwickelt sich hier aus dissonanten Reibungen und aus vielfachen synkopischen Rhythmus-Verschiebungen, die zwar alle gegen den natürlichen Wortakzent verstoßen, aber gerade dadurch die Aggressivität des jüdischen Volks und der Hohenpriester charakterisieren.

Musik-Nr.: 02
Komponist: Christoph Demantius
Werk-Titel: Johannes-Passion (Freiberg/Sachsen 1631)
Auswahl: Vernehmung vor Pilatus
ab: "Da führeten sie Jesum gebunden ..."
bis: "... Nicht diesen, sondern Barrabam!"
<> 3:50
Interpreten: Alsfelder Vokalensemble
Ltg.: Wolfgang Helbich
Label: AMS (LC 0278)
3545
<Seite A> Gesamt-Zeit: 3:50
Archiv-Nummer: ____
Technik: MUSIK einblenden bei
MUSIK ausblenden bei
6:11
10:03
 

Als musikalische Kunstwerke wurden die mehrstimmigen Motetten-Passionen von Lechner oder Demantius durchaus geschätzt – auch von den protstantischen Kirchenoberen. Nur – als Lesung im regulären Gemeinde-Gottesdienst waren sie wegen der fehlenden Textverständlichkeit nicht geeignet. Und so blieb denn ihre Funktion beschränkt auf die künstlerische Ausgestaltung der Metten und Vespern während der Kartage.

Anders sah es mit den Passions-Vertonungen aus, die einstimmig gehalten waren und sich an den alten gregorianischen Rezitations-Formeln orientierten. – 1666 ließ Heinrich Schütz im Karfreitags-Gottesdienst der Dresdner Hofkirche seine "Historia des Leidens und Sterbens unsers Herrn und Heylandes Jesu Christi nach dem Evangelium Mattheum" aufführen. Der Introitus dürfte die Gläubigen zunächst irritiert haben: War das nicht der mehrstimmige Motetten-Stil, diesmal sogar durchsetzt mit italienischen Momenten? Klang das nichtallzusehr nach weltlichem Madrigal? Nach Monteverdis "Klage der Arianna"?

Musik-Nr.: 03
Komponist: Heinrich Schütz
Werk-Titel: Matthäus-Passion SWV 479 (Dresden 1666)
Auswahl: Introitus <Track 1.> 1:15
Interpreten: Hilliard Ensemble
Ltg.: Paul Hillier
Label: EMI (LC 8586)
CDC 7 49200 2
<Track 1.> Gesamt-Zeit: 1:15
Archiv-Nummer: ____

Es ist eine ausgeklügelte, geradezu theaterwirksame Dramaturgie, womit Heinrich Schütz in seiner "Matthäus-Passion" operiert: Zunächst einmal vereinnahmt er den Hörer durch eine spannungsreiche, affektgeladene Chromatik, um in der Folge dann auf die alte Tradition des gregorianischen Rezitations-Gesanges zurückzugreifen. Der Kontrast könnte größer nicht sein. Und doch ist dieser archaische Rückgriff nur eine scheinbarer: Denn Schütz benutzt in seiner Passion nicht die originalen gregorianischen Passions-Töne des lateinischen Textes, sondern entwickelt ein melodischen Gestus, der der deutschen Sprache angemessen ist. In diesen würdevoll stilisierten Sprechgesang brechen dann immer wieder die realistisch prägnanten Chöre ein – berechnend und klug taktierend die Hohenpriester oder die fanatisch sich ereifernden Juden.

Musik-Nr.: 04
Komponist: Heinrich Schütz
Werk-Titel: Matthäus-Passion SWV 479 (Dresden 1666)
Auswahl: Geißelung Jesu
ab: "Aber die Hohenpriester und Ältesten ..."
bis: "... daß er gekreuziget würde."
<Track 10.> 2:50
Interpreten: Hilliard Ensemble
Ltg.: Paul Hillier
Label: EMI (LC 8586)
CDC 7 49200 2
<Track 10.> Gesamt-Zeit: 2:50
Archiv-Nummer: ____
Technik: MUSIK einblenden bei 02:28

Noch für Heinrich Schütz galt, daß die Musikinstrumente während der Karwoche zu schweigen hatten – zumindest in den Haupt-Gottesdiensten. In dem Maße aber, wie sich dann auch in Deutschland der von den Kirchenoberen bekämpfte "Opern-Teuffel" breitmachte und Sitte und Anstand der protestantischen Bevölkerung untergrub, wurde auch in der Kirchenmusik manches anders. Nicht nur, daß die Komponisten nunmehr sogar Instrumente einsetzten; vor allem bereicherten sie den biblischen Passionstext mit weiteren Chorsätzen und lyrischen Arien. Eine der ersten Vertonungen in diesem neuartigen "Opern"-mäßigen Stil war Johann Theiles "Matthäus-Passion" von 1673.

Doch darf man nicht allein der Oper die Schuld geben für diese Entwicklung. Daß die Solo-Arie mit ihrer reflektierenden, ich-bezogenen Grundstimmung Eingang in die Passions-Vertonung finden konnte, hat seine Ursache vor allem in einer geänderten Glaubenshaltung: Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde das protestantische Deutschland überschwemmt von einer wahren Flut süßlicher Erbauungsschriften und gereimten Ergüssen der zerknirschten Sünderseele – allesamt Texte, die nicht sosehr an ein Gemeinschaftsgefühl appellieren, sondern den einzelnen Menschen und seine persönliche Schuld in den Mittelpunkt stellen.

Musik-Nr.: 05
Komponist: Johann Theile
Werk-Titel: Matthäus-Passion (Hamburg 1673)
Auswahl: Verrat des Petrus
ab: "Petrus aber saß draußen im Palast ..."
und: Aria "Ach, wo soll ich mich hinwenden?"
<Track 1.> 5:00
Interpreten: John Potter
London Baroque
Ltg.: Charles Medlam
Label: HMF (LC 7045)
HMC 90 1159
<Track 1.> Gesamt-Zeit: __:__
Archiv-Nummer: ____
Technik: MUSIk einblenden bei
MUSIK ausblenden bei
30:06
35:07

Mit Johann Theiles "Matthäus-Passion" von 1673 war der erste Schritt getan hin zum Passions-Oratorium, wie wir es dann such von Johann Sebastian Bach kennen – als Zusammenstellung biblischer und nicht-biblischer Texte in der Abfolge von Rezitativ, Arie und Chorsätzen. Der eigentliche Evangelientext wurde immer stärker dramatisiert und die Partie des erzählenden Evangelisten bisweilen sogar ganz gestrichen.

Wegbereiter dieser geradezu opernhaften Entwicklung waren vor allem die Kirchenmusiker der der Freien Stadt Hamburg – wohl nicht ganz zufällig, denn Hamburg besaß ein reges öffentlichesMusikleben, und hier gab es auch ein Opernhaus, das jedermann zugänglich war. Was also lag näher, als in der Fastenzeit, wenn die Oper schließen mußte, dem Publikum einen künstlerisch adäquaten Ersatz zu bieten – einen Ersatz, der zudem noch dem Seelenheil zuträglicher war.

Den Kirchenoberen war diese Verweltlichung der Passionsmusik allerdings ein Dorn im Auge. In den Verwaltungsakten aus dem Jahre 1706 findet sich folgende Notiz:

Es ist etwas neues, daß solche Musik auf einer eigens dazu bereiteten Schaubühne im Refektorium von Sankt Katharinen gehalten worden. Weswegen denn auch sich viele darüber erreget, ja sogar skandalisieret haben. Man hat zum Eingang für Frei-Billette fünf Groschen entrichten müssen, und auch das Textbüchlein ist für fünf Groschen verkauft worden.

Die Paralellen zur Oper sind nicht zu übersehen! Aber nicht nur, daß die Passionsaufführungen sich zu einer lukrativen Nebeneinnahme der Komponisten entwickelten. Es gab noch andere Ärgernisse. So berichtet Johann Mattheson 17__ über die Aufführung von Telemanns "Matthäus-Passion":

Was die Leute mit der Entheiligung unserer christlichen Geheimnisse ausrichten, erwies der Grüne Donnerstag, da im Drillhause bei den Worten Christi "Mich dürstet" ein Offizier überlaut ausrief: "Mich auch!" – Zu Recht hat Pastor Wolf in der Katharinen-Kirche dawider geprediget und die Gewissensfrage erörtert, ob es rechtens sey, die Passion durch solche öffentlichen Darbietungen zu prostituieren.

Bisweilen erlies der Rat der Stadt Hamburg sogar Aufführungsverbote, wie etwa 1710 im Falle des Organisten Georg Bronner. Die Begründung ist mehrere Seiten lang und gipfelt in der Feststellung:

Das Werk an sich ist all so beschaffen, daß es viel mehr aus dem Operngeist als aus Gottes Wort geflossen. Denn dergleichen Methode kennt der Heilige Geist nicht, und wir finden nirgends in den geoffenbarten göttlichen Worten, daß man die heilige Geschihte auf solche theatralische Weise traktieren solle. Auch ist keine Erbauung davon zu erhoffen, als daß die Ohren von der Musique etwas gekitzelt werden. Wie denn unser seliger Herr Martin Luther nachdrücklich zeiget, daß der rechte eigentliche Endzweck der Passions-Betrachtung auf Erweckung rechtschaff'ner Buße, heiliger Glaubenskraft und Ermunt'rung zu einem gottgefälligen Wandel zielen müsse.

Dabei war zumindest der Text von Georg Bronner nicht schlechter als andere Passions-Texte auch – wie etwa das zwei Jahre später entstandene Passions-Gedicht des Herrn Barthold Brockes. Aber Herr Brockes war hochangesehener Amtmann in Ritzebühl und besaß Sitz und Stimme im Hamburger Senat – wer wollte da etwas einwenden?

Die sogenannte "Brockes-Passion" (oder wie sie mit vollem Titel lautet: "Der für die Sünden der Welt gemarterte und sterbende Jesus, aus den vier Evangelisten in gebundener Rede vorgestellet") erfreute sich bei den Komponistne großer Beliebtheit, denn die für unsere Ohren schwülstigen Betrachtungen der "Tochter Zion" und der "gläubigen Seele" boten vielfältige Möglichkeiten zur musikalischen Ausgestaltung. Reinhard Keiser vertonte den Text, ebenso Telemann und Johann Mattheson; auch Bach übernahm einige Arientexte in seine "Johannes-Passion"; vor allem aber war es Georg Friedrich Händel, der dieser Dichtung zu bleibendem Ansehen verhalf.

Musik-Nr.: 06
Komponist: Georg Friedrich Händel
Werk-Titel: Brockes-Passion (Hamburg 1716)
Auswahl: Szene im Garten Gethsemane
Nr. 18 Rez.: "Die Pein vermehrte sich ..."
Nr. 19 Aria: "Brich, mein Herz ..."
 
<CD 1, Tr. 19.>
<CD 1, Tr. 20.>
__:__
__:__
Interpreten: Mária Zadori
Martin Klietmann
Capella Savaria
Ltg.: Nicholas McGegan
Label: Hung (LC ____)
HCD 12734-36
<CD 1, Tr. 19.20.> Gesamt-Zeit: 5:35
Archiv-Nummer: ____

Der Anlaß, warum Händel 1716 die "Brockes-Passion" vertonte, ist unklar. Seit mehreren Jahren schon lebte er als gefeierter Opernkomponist in England. Nach Deutschland kam er nur noch gelegentlich, wenn seinen Dienstherrn, König Georg gerade wieder mal das Heimweh nach Hannover plagte. Aber selbst dann zeigte Händel für das deutsche Musikleben – zumal für die geistliche Musik – kein sonderliches Interesse. Dennoch: nach einer dieser Reisen übersandte er seinem Freund Johann Mattheson aus London die Partitur, die Masttheson dann drei Jahre später zusammen mit seiner eigenen "Brockes-Passion" und den Vertonungen von Telemann und Reinhard Keiser in der Kirche von Sankt Katharinen aufführte.

Bach hat Händels "Brockes-Passion" gut gekannt und sogar eine Abschrift davon angefertigt, ebenso wie er sich auch intensiv mit den Passionsmusiken des heute nahezu vergessenen Reinhard Keiser auseinandersetzte. So fand sich in Bachs Nachlaß eine Partitur von Keisers "Markus-Passion" mit vielfachen Zusätzen und Verbesserungen, die darauf schließen lassen, daß Bach dieses Werk als Vorstudie zu seinen eigenen Passionen benutzt hat. Und in der Tat gibt es manch' auffällige Paralelle – wie etwa die mit Oboen begleitete "Golgatha-Arie":
Musik-Nr.: 07
Komponist: Reinhard Keiser
Werk-Titel: Markus-Passion (Hamburg 1717)
Auswahl: Nr. 30 Aria: "O Golgatha" <Track xx.> __:__
Interpreten: Maragarita Kykriaki
Albert Nagele (Oboe)
 
Ltg.: Alois J. Hochstrasser
Label: Cal (LC 1149)
30 417/18
<Seite 3.> Gesamt-Zeit: 4:25
Archiv-Nummer: ____
Technik: MUSIK einblenden bei
MUSIK ausblenden bei
06:25
10:50

Soweit also die Golgatha-Arie aus der Markus-Passion von Reinhard Keiser aus dem Jahre 1717. In Bachs zehn Jahre später entstandener Matthäus-Passion hört sich das dann so an:

Musik-Nr.: 08
Komponist: Johann Sebastian Bach
Werk-Titel: Matthäus-Passion BWV 244 (Leipzig 1727)
Auswahl: Nr. 59 Rez. acc.: "Ach Golgatha" <CD 3, Tr. 12.> 1:35
Interpreten: René Jacobs
Orchestre de la Chapelle Royale
Ltg.: Philippe Herreweghe
Label: HMF (LC 7045)
HMC 90 1155/57
<CD 3, Tr. 12.> Gesamt-Zeit: 1:35
Archiv-Nummer: ____

Bachs Passionen: für unser Verständnis sind es Höhepunkte der abendländischen Musikkultur. Dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – hatten die Zeitgenossen mit diesen Werken Schwierigkeiten: Man bemängelte, die Passionen seine zu ausladend, zu gelehrt, zu kunstfertig – kurzum: Bachs Musik entsprach nicht mehr dem damaligen Zeitgeschmack. Das Publikum verlangte auch in der Karwoche nach leicht bekömmlicher Kost, nach eingängigen Melodien und effektvollen Orchesterstücken.

Selbst Carl Philipp Emanuel, der äölteste der Bach-Söhne, konnte (oder wollte) sich diesen Forderungen des Zeitgeistes nicht widersetzen. Die Partitur der "Matthäus-Passion" seines Vaters lag zwar bei ihm zuhause im Schreibtisch, aufgeführt hat er sie jedoch nie. Wohl aber intensiv studiert, wie sein eigenes Passions-Oratorium "Die letzten Leiden des Erlösers" von 1769 erkennen läßt.

Musik-Nr.: 09
Komponist: Carl Philipp Emanuel Bach
Werk-Titel: Die letzten Leiden des Erlösers Wq 233 (Hamburg 1769)
Auswahl: Rez.: "Es ist vollbracht ..."
Arioso: "Mein tiefgebeugtes Herz"
<CD 2, Tr. 11.>
<CD 2, Tr. 12.>
__:__
Interpreten: Barbara Schlick
Christoph Prégardien
La Petite Bande
Ltg.: Sigiswald Kuijken
Label: EMI (LC 8586)
CDS 7 47753 8
<CD 2, Tr. 11.12.> Gesamt-Zeit: 3:15
Archiv-Nummer: ____