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Marpurg: Anleitung zum Clavierspielen

Kap. 1.9.2.5

Fünftens. Vom Doppelschlage.

<52> § 1. Diese Manier ist nichts anders, als was der Halbzirkel in den Setzmanieren ist, mit dem blossen Unterscheide, daß er dort allezeit ausgeschrieben, hier aber mit einem Zeichen vorgestellet, oder mit kleinen Nötchen angedeutet wird.

<53> § 2. So wie man zweyerley Halbzirkel hat, einen der den Gang von der untersten Note, und einen andern, der denselben von der obersten anhebt: So giebt es auch zweyerley Doppelschläge, davon der eine wie bey Fig. 22. Tab. IV. und der andere, wie bey Fig. 23. abgebildet und ausgedrücket wird.

NB: Tab. IV. Fig. 22-23

Weil aber der erste öfter vorkömmt, und im Besitz seines Zeichens schon lange ist, so deucht mich, könnte der andere, damit er von den Augen desto geschwinder von dem andern unterschieden wurde, besser auf die Art wie bey Fig. 24. vorgestellet werden. Wie der Doppelschlag mit kleinen Nötchen angezeiget werde, siehet man Tab. VI. Fig. 5. und noch auf eine andere Art mit einem Vorschlage geschrieben, bey Fig. 6. Tab. VI.

NB: Tab. VI. Fig. 5-6

§ 3. Die Manier, die man Tab. VI. Fig. 7. findet, ist nichts anders als eine Rolle oder Walze. Im Schreiben stellet Hr. Bach solche mit einem Hülfsnötchen auf eben derjenigen Stuffe, da die Hauptnote stehet, und mit dem Zeichen des Doppelschlags über diese letztere vor, wie man Fig. 8. Tab. VI. siehet.

NB: Tab. VI. Fig. 7-8

§ 4. Wenn das Bindungszeichen vor dem Zeichen des Doppelschlages vorher geht, so wird die erste Note desselben nicht im Anschlage erneuert. Fig. 9. Tab. VI.

NB: Tab. VI. Fig. 9