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Marpurg: Anleitung zum Clavierspielen

Kap. 1.9.1.3

III. Classe der Setzmanieren.

<41> Wenn die Noten nicht immer gerade fortgehen, wie in den Figuren aus der vorhergehenden Classe, sondern man von einer auf die andere beständig zurück weicht, so entstehen daraus zwey Manieren, davon die erste eine Walze oder Rolle, die andere ein Halbzirkel genennet wird. Mit einem allgemeinen Nahmen heissen sie beyde rollende Figuren.

<42>
[Anmerkung.]
  • Die Walze ist eine Folge von vier stuffenweise untereinander sich bewegenden Noten, wovon die erste und dritte auf eben derselben Stuffe stehen, und die zweyte und vierte drüber und drunter sind. Man sehe Tab. III. Fig. 4. Es bestehet also diese Manier aus zwey harmonischen, und zwey Nebennoten.

    NB: Tab. III. Fig. 4

  • Der Halbzirkel ist eine Folge von vier stuffenweise untereinander sich bewegenden Noten, wovon die zweyte und vierte auf eben derselben Stuffe stehen, und die erste und dritte drüber und drunter sind. Man sehe Tab. III. Fig. 5. Diese Maniere besteht ebenfalls aus zwey harmonischen und zwey Nebennoten; Zwey Halbzirkel zusammen genommen, machen einen ganzen Zirkel. Fig. 6.

    NB: Tab. III. Fig. 5 / 6