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Engel: Über die musikalische Malerei

[II. Was für Mittel hat die Musik zum Malen?]

<309> Die Mittel zur musikalischen Malerei sind also, meiner Kenntniß nach,

Erstlich: Die Wahl der Tonart [d.h. des Tongeschlechts]. Wir haben harte und weiche.

Zweitens: Die Wahl des Tons, aus welchem das Stück gehen soll. Jeder der zwölf Dur- und Molltonleitern unterscheidet sich von den übrigen durch verschiedene eigene Intervalle, und bekömmt dadurch einen eigenen Charakter. C-dur und As-dur gehn in ihrem Charakter am meisten von einander ab, weil die Fortschreitungen ihrer Tonleitern am meisten verschieden sind; und ein charakteristisches Instrumentalstück aus C-dur in As-dur transponirt, würde fast unkenntlich werden. Das Nehmliche gilt von den Molltönen.

<310> Drittens: Die Melodie. Es ist sehr wichtig, ob die Töne in engen oder in weiten, in leichten oder in schweren Verhältnissen fortschreiten, ob in einförmig langen, oder in kurzen, oder in vermischten Noten. Eben so: Ob die Vermischung nach sichtbarer Ordnung oder mit anscheinender Unregelmäßigkeit geschieht; ob die Verzierungen einfach, oder mannigfaltig und reich sind, u.s.w. [...]

Viertens: Die Bewegung [d.h. Taktart] [...]

<311> Fünftens: Der Rhythmus. [...]

Sechstens: Die Harmonie, [...]

Siebentes: Die Wahl der Stimme. [...]

<312> Achtens: Die Wahl der Instrumente, [...]

Neuntens: Die Stärke und Schwäche, [...]